Kunden Bericht 1

Kapadokya - Ein Modernes Märchen Aus 1001 Nacht

Freitag, 24.05.2013
 
Schon immer haben mich Geschichten aus dem Orient, vor allem von den Karawanen entlang der Seidenstrasse - gerade auch mit ihrer interkulturellen Bedeutung - fasziniert. Völker der verschiedensten Kulturen und Religionen trafen sich in den Handelsstädten und Karawansereien, tauschten neben Waren auch Ideen, Meinungen, Einstellungen, Philosophien und Traditionen untereinander aus. Toleranz als eine unabdingbare Voraussetzung für ein friedliches Miteinander und das Streben nach einer offenen Welt machen für mich diese Faszination der Alten Seidenstraße aus.
 
Der Name Kappadokien - türkisch Kapadokya - stammt von dem altpersischen Katpatuka ab und bedeutet ‚Land der schönen Pferde’ - ist also wie gemacht für eine Erkundungstour mit ein paar „Pferdestärken“ auf den Spuren der Alten Seidenstrasse. Kapadokya wird zudem auch als der Zaubergarten Anatoliens bezeichnet und wurde 1985 von der Unesco zum Weltkulturerbe ernannt – ein Grund mehr für mich, meine Begeisterung für die großen und kleinen Wunder dieser Erde mit meinem liebsten Hobby, dem Motorradfahren, zu verbinden.
 
Am 24.Mai 2013 morgens um halb drei klingelt endlich mein Wecker und das lang ersehnte Abenteuer kann beginnen. Mit von der Partie sind gute Freunde aus dem Kawasaki Versys Forum, Tine & Gottfried, die Initiatoren dieser Reise, die vor zwei Jahren völlig begeistert von einer Enduro-Wellness-Woche aus Antalya zurückkamen. Reiner ließ sich von ihnen im Handumdrehen überzeugen und auch mich hat der Gedanke an diesen grandiosen Landstrich und die Aussicht, ihn mit einem landes- und geschichtskundigen „Karawanen-Führer“ in einer kleinen Gruppe mit guten Freunden auf dem Motorrad zu „erfahren“, nicht losgelassen.
 
Bei frostigen 5 Grad treffen wir uns also frühmorgens am Münchner Flughafen, um dann nach drei Stunden Flug in Antalya von Mahmut Aydin, dem weltbesten anatolischen Tourguide, bei sonnigen 25 Grad in Empfang genommen zu werden. Das Club Hotel Sera, in dem wir die erste Nacht verbringen werden, liegt am Rand der Stadt und ist in jedem Fall sehr eindrucksvoll – auch wenn ich persönlich es dort definitiv keine ganze Woche aushalten würde. Nach einem ersten Rundgang durch die weitläufige Hotelanlage und einem leckeren Mittagsbüfett am Pool, wollen sich Tine und Gottfried lieber erst mal noch etwas ausruhen und so ziehen Reiner und ich allein los, mit dem Ziel, die Altstadt von Antalya zu erkunden. Mit dem Bus KL08, der fast direkt vor dem Hotel losfährt, soll es laut dem Angestellten im Spa-Ressort ca. eine halbe Stunde bis zur Endstation dauern, um dorthin zu kommen. Offensichtlich gehen die Uhren im Schönheitstempel des Hotels aber etwas anders, denn nach gut 45 Minuten Fahrt im öffentlichen Bus, mit kurzweiligen Einblicken in das alltägliche Stadtleben und mit einigen interessanten Begegnungen, steigen wir dann doch lieber aus, da das Hinweisschild ‚Old Town’ bereits mehrfach an uns vorbeigeflogen ist und fahren wieder ein paar Stationen zurück. Die Altstadt von Antalya ist wunderschön mit vielen kleinen engen Gässchen und einem schönen Hafen, jedoch hat der Tourismus mit unzähligen Souvenirläden leider schon deutliche Spuren hinterlassen. Zurück im All-inclusive-Hotel genießen wir das grandiose Büfett unter freiem Himmel bei Vollmond und mit zahlreichen, in den Himmel aufsteigenden Kong-Ming-Laternen. Im Beach Club des Hotels hat sich eine türkische Hochzeitsgesellschaft zum Feiern eingefunden und wir erhalten auch hier wiederum interessante Einsichten in die Lebensweise der Menschen dieses Landes. Dann heißt es aber schleunigst ab in die Kiste, denn morgen früh um 9 Uhr soll's endlich losgehen.
 
Samstag, 25.05.2013
 
Pünktlich um 9 Uhr, stehen wir erwartungsvoll in der edlen Lobby des Hotels in unseren Motorradklamotten und mit den wasserdichten Packsäcken. Mir gehen ähnliche Bilder aus unzähligen Berichten von Motorradreisenden - von mir immer wieder sehnsuchtsvoll verschlungen - durch den Kopf. Meine Vorfreude auf zumindest einen Hauch dieser Freiheit erreicht ihren Höhepunkt und ich kann es kaum mehr erwarten, endlich auf dem Motorrad zu sitzen und auf Entdeckungsreise zu gehen.
 
Die Motorräder stehen, augenscheinlich sehr gut gewartet, schon für uns bereit - drei XT660 für Tine, Gottfried und Reiner. Für mich, mit meinen 160cm, eine etwas leichtere XT600 - die Füße reichen zwar nicht ganz bis zum Boden und Mahmut bietet mir auch an, eine niedrigere Sitzbank zu montieren, aber ich entschließe mich aus Komfortgründen für die Dann-rutsch-ich-halt-auf-der-Sitzbank-hin-und-her-Variante. Nur das Topcase muss noch runter, denn das geht ja gar nicht - so als „Weltreisende“. Dann werden die Packrollen auf den Moppeds verzurrt und es geht endlich los - erst mal tanken und dann auf die Schnellstrasse Richtung Manavgat Wasserfälle - eine erste Einführung in den türkischen Verkehrsalltag und mit Sicherheit die beste Möglichkeit, der Zivilisation schnellstmöglich zu entfliehen. An dem wunderschönen, aber auch touristisch gut besuchten Wasserfall gibt es noch eine willkommene Erfrischungspause und danach können wir uns endlich auf dem Weg in die Berge, in der Einsamkeit kleiner kurviger Nebenstrassen, in aller Ruhe mit den Moppeds vertraut machen. Oben angekommen bietet sich ein genialer Blick auf etliche Seen. Ich genieße diese Freiheit in vollen Zügen und kann es gar nicht so recht glauben, als Mahmut mir versichert, dass dies noch nicht der schönste Ort unserer Reise ist. Er sollte jedoch tatsächlich recht behalten, denn - soviel will ich schon verraten - es gab täglich aufs Neue eine reiche Abfolge verschiedenster Highlights.
 
An diesem Tag erwartet uns zunächst ein köstliches Mittagessen in einem kleinen Bergdorf, in das sich sicher sehr selten ein Tourist verirrt und unser Guide erweist sich auch kulinarisch als äußerst treffsicher, was unsere Wünsche anbelangt. Nach der Fahrt durch die Berge, auf dem weiteren Weg Richtung Konya, unserem heutigen Ziel, durchqueren wir im Zauber des Frühlings erblühte Landschaften und als Reiner auf einer bunten Wiese eine ganze Horde Störche entdecken, gibt es kein Halten.. ähm.. Fahren mehr und unser Tourguide bekommt eine anfängliche Ahnung unserer Fotografie-Leidenschaft. Wir sollten uns noch als eine echte Herausforderung für seinen Zeitplan entpuppen.
 
Angekommen in der zentralanatolischen Stadt Beyþehir, erwarten uns einige sehr herzliche Begegnungen mit der einheimischen Bevölkerung. Beim obligaten Tankstopp bekommen wir jeder ein erfrischendes Glas Orangensaft spendiert und mit den zwei jungen Männern auf einer ER 6f entsteht schnell eine nette Unterhaltung mit Händen und Füssen - geht es doch um die weltbeste Moppedmarke Kawasaki. Mein persönliches zwischenmenschliches Highlight des Tages erlebe ich vor der Eþrefoðlu-Moschee in Beyþehir, denn kaum sind wir von den Moppeds gestiegen, steht eine ältere Dame vor mir und gibt mir zu verstehen, dass sie ein Kopftuch für mich hat und es mir umbinden will. Zunächst bin ich etwas skeptisch, aber mit ihrer herzlichen Art überzeugt sie mich, obwohl ich nicht wirklich ein Wort verstehen kann. Meine Zweifel sind im Nu zerstreut, mein Herz ist im Sturm erobert und so betrete ich zum erstenmal in meinem Leben eine Moschee und bin fasziniert, gehört sie doch zu den schönsten erhaltenen seldschukischen Bauwerken. Herrliche filigrane Holzarbeiten und prächtige türkisfarbene Fayencen mit schwarzer Ornamentik in der Gebetsnische lassen die Kunstfertigkeit der Handwerker und Architekten erahnen. Die ganz besondere Stimmung in ihrem Inneren wird außerdem noch durch das einfallende Licht durch die Öffnung an der Decke verstärkt. Auf der weiteren Fahrt erhaschen wir ein paar zauberhafte Ausblicke auf den Beyþehir See, den größten Süßwassersee der Türkei. Mahmut erzählt uns von seiner neuen Enduro-Tour, die über weite Teile an seinem Ufer entlang führt und der Türkei-Virus, der mich bereits vom ersten Tag an befallen hat, meldet schon mal vehementen Bedarf an..
 
Unser Hotel für diese Nacht, das wir nach einer für uns sehr aufregenden Fahrt durch den Großstadtverkehr in Konya erreichen, liegt direkt neben dem Mevlânâ-Mausoleum, einem Wahrzeichen der Stadt. Unsere Moppeds bekommen ein Plätzchen in der Tiefgarage und wir genießen nach einer Dusche unser wohlverdientes Abendessen auf der Terrasse eines nahegelegenen Lokals, mit Blick direkt auf dieses herrliche Bauwerk. Mahmut, unser Tourguide sucht uns dort nicht nur zahlreiche, richtig leckere Kostproben der Küche seines Landes von der Speisekarte aus, sondern er besticht ebenso durch eine immense Kenntnis der Geschichte seines Heimatlandes und erzählt uns von dem islamischen Philosophen Mevlânâ Celâleddîn Rûmî (1207-1273), einem der wichtigsten Vertretern der orientalischen Literatur und den Hintergründen zu seinem Mausoleum. Dort in Konya gründete Mevlânâ auch den bekannten Mevlevi-Derwisch-Orden und nach dem Essen besuchen Tine & Gottfried eine Aufführung der tanzenden Derwische, Reiner begibt sich zwecks dem anstehenden Champions League Spiel ins Hotel vor den Fernseher und ich falle nur noch hundemüde ins Bett und träume von Märchen aus 1001 Nacht.
 
Sonntag, 26.05.2013
 
Das sonntägliche Frühstück auf der Dachterrasse des Balýkçýlar lässt, ähnlich wie das Abendessen von gestern, besonders auch bezüglich der Aussicht auf das Mausoleum und die Stadt, nichts zu wünschen übrig. Nur mit dem in türkischen Hotels üblichen Nescafe können wir uns noch nicht so wirklich anfreunden und weichen daher auf den Çay, den türkischen Schwarztee aus - diesen sollte man allerdings noch mit heißem Wasser verdünnen, da er ansonsten sehr bitter schmeckt, was wir erst einmal lernen müssen. Nach dem allmorgendlichen Briefing für den Tag machen wir uns heute zunächst zu Fuß auf den Weg zur Besichtigung des Mausoleums im Kloster des Derwisch-Ordens, welcher im Zuge der Säkularisation durch Atatürk als Bruderschaft verboten und die ganze Anlage in ein Museum umgewandelt wurde. Am Eingang herrscht heute ein reges Gedränge - etwa zwei Millionen Besucher kommen jährlich hierher - die meisten davon Türken. Die Wallfahrt zum Mevlânâ-Kloster, zur "Kaaba der Türken", gilt vielen von ihnen als kleine Wallfahrt. Einige meinen sogar, sie sei der großen Wallfahrt nach Mekka gleich.
 
Angesichts dieser Menschenmenge beschließen wir jedoch auf einen Besuch zu verzichten und lieber gleich loszufahren. Also flugs die Packrollen auf die Moppeds gepackt und los geht es auf eine schnurgerade Schnellstrasse, die uns durch die Konya-Ebene in Richtung Kappadokien führt. Easy Rider feeling macht sich breit und selbst so eingefleischte Kurvenfreaks wie wir, können hier in dieser genialen Landschaft dieser Art Motorrad zu fahren etwas abgewinnen. Reiner schießt auf einmal an allen vorbei nach vorne zum Tourguide und die ganze „Karawane“ fährt an die Seite - Reiners Stiefel ist etwas voll Öl, aber mit Mahmuts Leatherman sind die Schrauben am rechten Motorgehäuse schnell nachgezogen und das Problem taucht auch die restlichen Tage nicht mehr wirklich erwähnenswert auf. Immer geradeaus fahren, das macht mit der Zeit müde und so biegt unser „Karawanenführer“ am späten Vormittag bei Obruk links ab zu unserer ersten Karawanserei, die derzeit noch restauriert wird, weshalb erfreulicherweise keinerlei Touristen vorzufinden sind. Das Besondere an diesem Ort ist eine sogenannte Doline, eine geologischen Besonderheit, die uns ein traumhaftes Ambiente für die Teepause liefert.
 
Im späten 10. Jahrhundert übernahmen die ehemaligen Militärbefestigungen in den seldschukischen Fürstentümern Zentralasiens, als wehrhaften Herbergen - welche die reisenden Händler meist kostenlos als Schlaf- und Handelsstätte nutzen konnten - zunehmend wirtschaftliche und religiöse Funktionen. Im 13. Jahrhundert entstanden dann auch in Anatolien zahlreiche Karawansereien - wie Mahmut uns erklärt - alle im Abstand von etwa 30 bis 40 Kilometer, da dies in etwa dem Tagespensum einer Karawane entsprach. Frisch gestärkt geht es nach der Teepause also ganz karawanengemäß, ca. 40 km weiter, bis zur Kervansary Sultanhani, die auf halben Weg zwischen Konya und Aksaray liegt. Und wen treffen wir dort vor dem großen Eingangstor - zwei deutsche Motorradfahrer, die hier auf ihrem 9 Monate währenden Trip nach Indien Rast machen. Ganz die Technikfreaks, werden von den Herren der Schöpfung sogleich die baulichen Veränderungen an den Motorrädern analysiert und ich stell mir vor, wie das wohl sein mag, für so lange Zeit Tag für Tag nur mit dem Motorrad unterwegs zu sein. Irgendwann will ich das doch mal ausprobieren - die Faszination, auf diese Art die Welt zu entdecken, lässt mir ja doch keine Ruhe. Im Inneren der sehr schön restaurierten Karawanserei werden diese Gedanken dann erneut wach. Wie es wohl damals in der Blütezeit hier zugegangen sein mag? An solchen Orten würde ich immer so gerne die Augen schließen und wenn ich sie wieder öffne, sollte ich mitten drin sein im Geschehen..
 
Nach dem köstlichen Mittagessen im Garten hinter den Souvenirläden geht es weiter auf Strassen, die nun zunehmend wieder kurviger werden und auch die Landschaft wird hügeliger. Der nächste Stopp ist an einem wunderschönen Kratersee mit heißen Quellen, an dem sich eine große Schafherde mit ihrem Hirten, dem Esel und zahlreichen Hunden eingefunden hat. So ein Leben als Schafhirte, stets auf Wanderschaft.... und schon ist es wieder präsent das Thema. Mahmuts Geduld wird hier einmal mehr auf die Probe gestellt, da wir völlig in Gedanken versunken die Gegend erkunden und auch er muss wieder einmal seine „Schäfchen“ einzeln einsammeln, damit es weitergehen kann.
 
Ein letzter eher touristischer Programmpunkt, ist der Besuch einer der unterirdischen Städte in dieser Gegend, die sich über 8 und mehr "Etagen" tief in den Untergrund erstrecken, teils über eine Fläche von gut 4 Quadratkilometer und die bis zu 10.000 Menschen als Zufluchtsort gedient haben. Höhlen jeglicher Art haben ja schon eine gewisse Faszination, aber dort in diesen Tiefen leben zu müssen, das möchte ich mir dann lieber doch nicht vorstellen und ich bin froh wieder an die Oberfläche zu kommen. Nach einer letzten Erfrischungspause bei einem Glas frisch gepressten Orangensaft geht es noch die letzten verheißungsvollen Kilometer weiter, hinein in die ersten Vorboten des Zaubergartens.
 
Bei der Ankunft im Hotel Konak Bezirhane in Mustafapaþa gibt es zur Begrüßung zuerst einmal das langersehnte Stiefelbier und wir beziehen die gemütlichen Zimmer für die nächsten 2 Tage. Während dem leckeren Abendessen auf der Terrasse sorge ich bei dem reichhaltigen Büffet mit einem etwas orientierungslosen Rundgang in den Felsgewölben für die allgemeine Erheiterung. Der Kellner wird mein spezieller Freund, der sich danach jedes Mal, wenn er mich sieht, ein breites Grinsen nicht verkneifen kann. Mich erinnert er in seiner ganzen humorvollen Art sehr an den Numerobis im „Asterix und Kleopatra“. Beim abschließenden Spaziergang in den Ort gönnen wir uns noch einen echten türkischen Mocca bei einer gemütlichen Kneipe mit einer ganz besonderen Stimmung und für heute Abend steht mein Entschluss fest – hier würde ich gerne länger bleiben.
 
Montag, 27.05.2013
 
3.30h.. poah ..der Wecker klingelt, denn heute ist ein ganz besonderer Tag, denn Tine, Gottfried und ich haben uns gestern Abend ganz kurzfristig entschieden, dass wir es wagen wollen Kappadokien aus der Luft mit dem Heißluftballon zu erleben - also flugs angezogen, noch schnell für alle Fälle eine warme Jacke übergeworfen und raus in die Dunkelheit. Ich bin als erste unten und genieße gerade noch die klare Vollmondnacht, da tauchen die anderen auch schon auf. Etwas verschlafen sind wir zwar alle noch, aber mindestens so aufgeregt wie an unserem ersten Schultag.
 
Pünktlich um 4 Uhr sammelt uns der Kleinbus ein und bringt uns zur Station von Göreme Ballons, wo wir erst mal ein kleines Frühstück bekommen. Danach werden wir von dort „Ballonweise“ - in unserem Heißluftballon werden 16 Leute mitfahren - wiederum mit einem Kleinbus zu dem riesigen Startgelände gebracht. Dort herrscht schon reges Treiben und unser Ballon ist als einer der ersten bereit zum Einsteigen. Tine, Gottfried, Mahmut und ich klettern also in eins der vier Abteile und harren ganz hibbelig der Dinge die da kommen. In der Mitte des Korbes stehen die zwei Piloten - einer mit einem Funkgerät, in das er eifrig reinspricht und der andere, der mit dem Brenner kräftig einfeuert. Wir sind mit die Ersten die in die Luft gehen und Tine vergisst vor lauter Schauen völlig ihre Höhenangst. Die Erde unter uns wird zunächst immer kleiner - doch sobald wir uns dem großen Felsmassiv nähern, öffnet unser Pilot die „Luken“, leitet damit den Sinkflug ein und ermöglicht uns somit, zum Greifen nahe, grandiose Einblicke in die zerklüfteten Felsschluchten.
 
Hierzu vielleicht kurz ein paar Erläuterungen, wie so ein Dingens überhaupt funktioniert: Es ist nämlich nicht möglich, einen Ballon direkt zu steuern - sondern, um auf die Fahrtrichtung und -Geschwindigkeit Einfluss zu nehmen, werden die, sich in unterschiedlichen Höhen voneinander unterscheidenden Windrichtungen und -geschwindigkeiten ausgenutzt. Somit kann nur durch gezieltes Steigen oder Sinken mit dem Heißluftballon ein gewünschten Ziel erreicht werden.
 
Als wir tief unten in einer Schlucht, mit heftig fauchendem Brenner zielstrebig auf ein paar Felsen zusteuern, werden die meisten Passagiere doch etwas blass um die Nase und blicken leicht verunsichert zum Piloten - der grinst nur ganz entspannt und meint trocken: „Titanic“ bevor wir kurz vor dem Felsen nach oben steigen, um sofort wieder in die nächste Schlucht abzutauchen. Wir haben offensichtlich einen erfahrenen Könner der Ballonfahrt erwischt, dem auch noch deutlich anzusehen ist, mit wie viel Begeisterung er seinen Beruf ausübt. So hat er auch beispielsweise nach der erfolgten Landung, den Ballon mitsamt dem Korb nochmals etwas „gelupft“, um ihn mit den urplötzlich aufgetauchten Helfern seines Teams zielgenau auf dem bereitstehenden Hänger einzuparken - erst danach dürfen/müssen wir aussteigen. Dann gibt es natürlich auch noch den obligaten Sekt und die Urkunde für jeden Teilnehmer, bevor wir randvoll mit Eindrücken wieder zum Hotel zurück gebracht werden. Eine Fahrt mit einem Heißluftballon ist sicherlich grundsätzlich ein ganz besonderes Erlebnis, aber wer auch immer die Chance hat, das dort in dieser grandiosen Landschaft inklusive eines obergenialen Sonnenaufgangs zu „erfahren“, der sollte es sich auf keinen Fall entgehen lassen.
 
Nach einem reichhaltigen Frühstück auf der Terrasse - ich kannte mittlerweile den Aufgang vom Büfett ohne Umwege durch das Felsgewölbe - starten wir mit den Moppeds heute erfreulicherweise mal ohne Gepäck, um diesen Zaubergarten Kapadokya auch noch vom Boden aus zu erkunden. Nachdem wir, aufgrund des augenzwinkernden Hinweises unseres Guides, dass wir heute noch einiges vorhaben und ja sicherlich nicht zu spät zum Mittagessen kommen wollen, nur kurz zum Fotografieren an einem Aussichtplatz anhalten, geht es weiter zu einem sehr schönen Freilicht-Museum. Der bis 1952 sogar noch bewohnten Ort Zelve befindet sich in einem weitläufigen Areal, bestehend aus drei Tälern, deren Wände komplett mit Höhlen durchzogen sind. Auch hier erwacht wieder einmal in mir der Wunsch, die Augen zu schließen.... Nach der ausgiebigen Erkundung des Geländes gönnen wir uns bei dem Laden, wo wir freundlicherweise unsere Sachen deponieren durften noch jeder einen köstlichen, frisch gepressten Grantapfel-Orangensaft-Mix. Dort treffen wir auch wieder auf die beiden deutschen Indienreisenden mit ihrer Africa Twin und der GS, die wir noch von der Kervansary Sultanhani kennen. Wir wünschen den beiden nochmals eine gute Reise und machen uns auf, weiter diese teils unwirklich anmutende Landschaft mit den peri bacalarý (Feenkaminen) zu „erfahren“.
 
An dieser Stelle ein kurzer geologischer Abriss zur Entstehung des Zaubergartens: Bei Ausbrüchen der Vulkane Erciyes Daðý und Hasan Daðý wurden vor gut 20 Millionen Jahren infolge der Eruptionen solche Mengen an Staub, Asche und Gestein ausgespieen, dass weite umliegende Landstriche hierdurch zahlreiche Meter hoch bedeckt wurden. Diese Ablagerungen bildeten im Laufe der Jahrmillionen eine Schicht sehr weichen Tuffsteins, die im Laufe weiterer Jahrmillionen durch Wind- oder Wassererosion wiederum abgetragen wurde. An jenen Stellen, wo über der Tuffschicht härteres und somit erosionsbeständigeres Gestein abgelagert worden war, blieb der darunter liegende Tuffstein zumindest teilweise von erosionsbedingten Abtragungen verschont. Diese turmähnlichen Tuffsteinformationen, überwiegend mit einem aufliegenden und schützenden Deckstein versehen, können eine Höhe von 30 Metern und mehr aufweisen und erinnern optisch häufig an Phallussymbole.
 
In Uçhisar bekommen wir mit einer traumhaften Aussicht auf diesen Zaubergarten vom Wirt, während er lauthals fröhlich deutsche Schlager aus den 60-er Jahren singt, ein gewohnt köstliches Mittagessen serviert. In dieser originellen Gaststube sind sie zudem auch optimal auf Morgens-um-vier-wegen-einer-Ballonfahrt-aufgestandene-Gäste eingestellt und Tine & Gottfried machen im Ruheraum nebenan noch ein genüssliches Mittagsschläfchen. Mit großem Hallo werden wir dann herzlichst vom Wirt noch verabschiedet und der „harte Teil“ des Tages kann beginnen.
 
Mitten in einem kleinen Ort geht es plötzlich mal rechts mal links und schon sind wir auf einem wunderschönen unbefestigten Schleichweg inmitten dieser verwunschenen Landschaft. Reiner wird hier nun endgültig vom Endurovirus befallen und ein breites Grinsen zeigt sich auf allen Gesichtern, wobei dies erst noch das Vorspiel sein sollte. Immer näher kommen wir danach auf kleinen Strassen dem Rose Valley, welches wir heute zu früher Stunde schon aus der Luft bewundern durften. Dann wieder ein unscheinbarer Abzweig, die nächste Enduroetappe beginnt und plötzlich sind wir mittendrin - der Weg wird immer abenteuerlicher und unwirklicher - bis es zur Krönung schließlich mitten durch die Felsrinnen geht. Gott sei Dank nur bergab, trotzdem läuft der Schweiß in Strömen und mein Schweinehund mault immer wieder mal an mich hin, dass ich auch ja nicht vergesse, dass meine Füße nicht wirklich gut bis zum Boden reichen. Ich schenk ihm aber nur ein müdes Lächeln, denn in der Rinne komm ich notfalls locker mit beiden Beinen gleichzeitig auf den Boden. Nach dieser beeindruckenden Abfahrt machen wir noch ein längeres Päuschen an einem weitläufigen Aussichtsplateau. Tine und Gottfried heizen hier noch ein bisschen durchs Gelände, Reiner und ich gehen auf Motivjagd und Mahmut, der sitzt auf seiner XT und grinst sich eins, denn seine Gäste sind rundherum zufrieden. Dieser absolut gelungene, Highlight- und erfahrungsreiche Tag endet im Bezirhane beim lecker Abendessen, heute sogar persönlich serviert von Numerobis und danach noch mit einem lecker türkischen Bergfest-Mocca in unserem „Stammcafe“ von Mustafapaþa. Überglücklich und hundemüde fallen wir alle dann nur noch ins Bett.
 
Dienstag, 28.05.2013
 
Ab heute geht es nun also leider schon wieder zurück Richtung Antalya und wir müssen zudem vom Zaubergarten Kapadokya Abschied nehmen. Ein bisschen wehmütig genießen wir ein letztes Mal das köstliche Frühstück im Konak Bezirhane Otel, verabschieden uns von Numerobis und all den anderen herzlichen Menschen dort, schnallen die Packsäcke auf die Moppeds und verlassen diesen zauberhaften, gastlichen Ort nur sehr widerwillig.
 
Um uns den Abschied etwas zu versüßen, geht es zunächst noch durch die südwestlichen Ausläufer von Kapadokya in das touristisch wenig erschlossene Soðanlý-Tal, das vom 9. bis ins 13. Jahrhundert von byzantinischen Mönchen besiedelt war. Von ihnen stammen die geschätzten 100 Kirchen im Tal und die dazugehörigen Wohnhöhlen und Klosterräume, von denen allerdings die meisten verschüttet oder eingestürzt sind oder als Ställe genutzt werden. Bemerkenswert sind die vielen in den Fels geschlagenen Taubenhäuser, deren Einfluglöcher mit weißer Farbe markiert sind. Die Landwirtschaft ist die Haupteinnahmequelle hier und als Dünger wird, wie schon im ersten Jahrtausend nach Christus, immer noch der Taubenmist benutzt. Bekannt geworden ist das Tal vor allem auch durch die, in den Wintermonaten in den Dörfern speziell gefertigten Stoffpuppen, die im Sommer an die Touristen verkauft werden. Am Ende des Tales parken wir die Moppeds vor einem wundervollen türkischen „Biergarten“, wo wir uns, nach der Erkundung der „Schlangenkirche“ und diverser stockdunkler Höhlen, mit dem obligatorischen Tee stärken und noch ein bisschen diese wundervolle Abgeschiedenheit und Ruhe genießen.
 
Für den Rückweg aus dem Tal erhalten Reiner und ich die Freigabe für ausgiebige Fotostopps von unserem Guide, der mit Tine und Gottfried schon mal vorausfährt. Nachdem wir uns dann wieder gesammelt haben, geht es auf kleinen Strassen weiter in ins Ihlara-Tal. Das Highlight dort - für das wir leider außer einem kurzen Fotostopp viel zu wenig Zeit haben - ist der beeindruckende Canyon, eine ca. 15 km lange und bis zu 150 m tiefe Schlucht, die einen geradezu dazu einlädt, sie zu Fuß zu erkunden. Am nördlichen Ende der Stadt Ihlara führt eine Treppe mit fast 400 Stufen auf über 100 m Höhenunterschied hinunter in den Canyon, aber dafür werde ich wohl extra noch mal herkommen müssen....
 
Die Mittagssonne steht bereits hoch am Himmel, der Magen fängt schon an zu knurren und so führt uns der weltbeste Tourguide Mahmut nur noch ca. 13 km weiter bis nach Helvadere. Dort genießen wir unter Mandelblüten auf einer schattigen Terrasse mit Seeblick im Restaurant Gölbaþý Alabalýk Tesisleri derart köstlich zubereitete, fangfrische Forellen, dass sich die Herren unserer Runde jeder noch eine zweite Portion genehmigen. Begleitet wird das Mahl von frisch geröstetem Brot, serviert in großen durchsichtigen Plastikeimern, die mich an die Lego-Duplo-Kisten aus den Kindertagen meiner Tochter erinnern. Diese herzerfrischende Pragmatik jenseits jeglicher Konventionen können wir auch auf dem Parkplatz unterhalb der Terrasse beobachten – dort befindet sich ein aktives Wasserrohr, das im 90 Grad Winkel aus dem Boden ragt und sich hervorragend als Autowaschanlage eignet. Direkt hinter dem Ort beginnt dann eine geniale Schotterstrecke, die uns unterhalb des Vulkans Hasan Daðý - mit einer Höhe von 3.268 Metern der zweithöchste Berg Zentralanatoliens – weiter Richtung Südwesten führt. Mein Offroad-Virus hüpft vor Freude wild auf und ab und das Gefühl von Freiheit und Abenteuer macht sich sofort wieder so richtig breit - so könnte ich noch tagelang weiterfahren. Doch leider befinden wir uns bald wieder auf befestigten Strassen, allerdings sind es wenigstens auch weiterhin Strassen dritter Ordnung und weit und breit ist keine Ortschaft zu sehen. Eine Schafherde, welche die Strasse quert, bietet einen willkommenen Anlass für ein kleines Schwätzchen mit dem Schäfer, der völlig entspannt auf seinem Esel sitz, umringt von seinen treuen Hunden, die alle die hier üblichen Stachelhalsbänder wegen der Wölfe tragen. Es fasziniert mich immer wieder aufs Neue, wie viel Lebensfreude und Zufriedenheit solche einfachen Menschen, die sicherlich kein derart komfortables Leben wie wir haben, dennoch - oder sogar vielleicht gerade deswegen - häufig ausstrahlen.
 
Bei der Weiterfahrt taucht dann irgendwann doch auch wieder ein kleines Dorf auf. Keine Menschenseele ist hier zu sehen, außer direkt an der Strasse vor dem Dorfcafe, da sitzen die „Honoratioren“ des Ortes auf einfachen Holzstühlen, unterhalten sich und genießen es augenscheinlich auch einfach nur dort zu sitzen. Wir bleiben stehen, um auch einen Tee zu trinken und ruckzuck werden neue Stühle für uns gebracht. Reiner, der das Cafe von innen fotografieren möchte, wird sofort „vereinnahmt“, zu einem Tee eingeladen und zum Ehrenbürger ernannt. Auf dem weiteren Weg durchqueren wir weitläufige landwirtschaftliche Anbaugebiete u.a. sogar auch für Hopfen, durchzogen von einem gemauerten Bewässerungssystem, weshalb uns die kleine schmale Strasse, immer wieder durch ein urplötzlich auftauchendes Kurvengeschlängel überrascht. Ein einheimischer Moppedfahrer arbeitet sich hier von hinten stetig an unsere Gruppe heran und grinst über das ganze Gesicht, als er uns ein Stück an dritter Position begleiten kann.
 
Der Tag geht schön langsam zur Neige und wir nähern uns unweigerlich der großen Ebene von Karaman, unserem heutigen Tagesziel. In dem typischen Business-Hotel mit einem modernen und edlen Ambiente, fühlen wir uns erst mal ziemlich „underdressed“ mit unseren mittlerweile ordentlich eingestaubten Moppedklamotten. Man begegnet uns dennoch ausgesprochen zuvorkommend und da uns heftigst nach dem mittlerweile gewohnten Stiefelbier nach diesem „erfahrungsreichen“ Tag verlangt, hier aber wie vielerorts in der Türkei „alkolsüz“ üblich ist, wird kurzerhand ein Hotelpage losgeschickt, der das Gewünschte dann, getarnt in einer Plastiktüte aufs Zimmer bringt, die von uns mit großem Hallo empfangen wird. „Þerefe“ oder, wie Gottfried zu sagen pflegt „Schäufele“ auf diesen schönen Tag!
 
Nach dem Stiefelbier geht es natürlich erst mal unter die Dusche und im Anschluss daran zum Abendessen in den piekfeinen Speisesaal des Hotels, wo wir feststellen können, dass nicht nur wir in Jeans und T-Shirt erschienen sind. Danach ziehen wir noch mal auf einen Absacker nach Karaman zu Fuß los, denn einerseits war im Hotel „alkolsüz“ angesagt und andererseits ist es ja schon auch interessant, das Nachtleben in so einer Kleinstadt einmal zu erleben. Das Lokal in dem wir dann letztlich landen, ist ein typischer Treffpunkt der Einheimischen und der Inhaber, der hervorragend Deutsch spricht, da er in Deutschland Germanistik studiert hatte, ergreift die Gelegenheit beim Schopf und erzählt uns, neben vielem anderem, Türkisch sei viel einfacher zu lernen als Deutsch, da man im Türkischen alles so ausspricht, wie man es schreibt - dazu aber später mehr...
 
Mittwoch, 29.05.2013
 
Wettermäßig erwartet uns heute der „schlechteste“ Tag, denn es war zum ersten Mal komplett bewölkt und relativ kühl. Dennoch sollte es auch heute wieder ein ganz besonders schöner Tag werden, mit reichlich traumhaften Kurven durch die Berge, einem einfachen aber köstlichen Mittagessen bei Nomaden und einer landschaftlich obergenialen, ausgedehnten Schotterstrecke - gegen Ende dann noch mit einem harmlosen, aber folgenreichen „Umfaller“.
 
Zunächst erwartet uns nach etlichen Geradeaus-Kilometern, deren Eintönigkeit hie und da von einer querenden Ziegenherde unterbrochen wird, eine kilometerlange Schotter-Autobahn. Leider geht es für uns nur bergab, diese Strecke würde mir persönlich bergauf sicher besser liegen. Zahlreiche Baufahrzeuge und Arbeiter sind eifrig am Werk, denn hier entsteht offensichtlich mitten im Hinterland eine große Verbindungsstrasse. Wenige Kilometer weiter befinden wir uns jedoch schon wieder in völliger Einsamkeit auf einer absolut traumhaften, asphaltierten Kurvenstrecke mitten durch die Berge und es macht so richtig Spaß, sich mal wieder nur aufs Moppedfahren zu konzentrieren, denn dank des trüben Wetters tritt die, laut Mahmut, landschaftlich sehr reizvolle Gegend relativ unscheinbar in den Hintergrund. Einzig unsere Tierliebe kann so heute die Kurvenhatz stoppen - eine erst handtellergroße Schildkröte überquert in aller Seelenruhe die Strasse und wird kurzerhand gerettet, obgleich wir auf der ganzen Strecke kaum ein Auto gesehen haben und ein weiterer Stopp gilt einem Esel am Straßenrand, der sich über die willkommene Abwechslung freut und ganz artig fürs Foto stillhält.
 
Wir erreichen dann irgendwann einen Pass auf knapp 2000 m Höhe und mir wird es das erste Mal in diesen Tagen lausig kalt. Da es hier oben auch keine Möglichkeit für einen wärmenden Tee gibt, verzichten wir auf das Gipfelfoto und somit weiß ich leider auch nicht mal mehr, wie der Pass heißt. Zudem geht es schon wieder auf Mittag zu und da steht heute der Besuch bei den Nomaden an, auf den ich mich schon sehr freue. Kurz nachdem wir die Passhöhe also überquert haben, biegt unser Guide links ab auf ein schmales Schottersträßchen und nach ein paar Kilometern sehen wir das „Anwesen“, wo die Familie die Sommermonate mit ihren Schafen verbringt. Ein kleines gemauertes Häuschen, es ist mit einer blauen Plastikplane abgedeckt, und daneben steht ein Traktor und ein rotes Mopped, etwas unterhalb ein Anhänger, an den Berghängen sind zwei gemauerte Schafspferche mit Unterständen zu entdecken und etwas abgelegen ist auch noch ein kleiner bestellter Acker zu sehen. Wir fahren die Zufahrt runter und parken die Moppeds direkt unter einem großen Baum, neben einem hölzernen Wassertrog. Ausgesprochen herzlich werden wir von der Mutter und den beiden Jugendlichen willkommen geheißen und eingeladen auf der herrlich grünen Wiese Platz zu nehmen. Eine Decke für das Mittagsmahl ist schon vorbereitet. Wir sind genau richtig eingetroffen, denn kurz nach unserer Ankunft kommt der Herr des Hauses mit einem großen Teil der Schafherde von den Weidegründen zurück. Die Kinder öffnen flugs den einen Pferch und sofort kommen die kleinen Lämmer herausgestürmt, die von den wild blökenden Müttern begrüßt werden und nachdem jedes seine „Mami“ gefunden hat, wird erst einmal der Hunger des tierischen Nachwuchses gestillt. Danach geht die ganze Herde bereitwillig in den Pferch und alle Schafe suchen sich ein schattiges Plätzchen für die entspannte Mittagsruhe. Auch wir werden sodann aufs Köstlichste bewirtet und genießen dieses einfache, aber leckere Mahl in der schönen Umgebung und in der netten Runde - es wird viel gelacht und man verständigt sich mit Händen und Füssen. Mahmut übersetzt auch das eine oder andere und nach dem Essen gibt es einen, von der Tochter des Hauses, frisch bereiteten Tee. Sie hat es sich heute zur Aufgabe gemacht uns zu „dienen“, wie Mahmut uns erklärt und es ist ihr anzumerken mit welcher Freude sie dies tut. Für mich bekommt durch sie dieses Wort „dienen“ eine ganz neue positive Bedeutung und wir fühlen uns ja wirklich so pudelwohl, dass wir am liebsten bleiben würden. Nachdem dann noch das eine oder andere Erinnerungsfoto gemacht ist, heißt es aber unweigerlich Abschied nehmen und ich bin wieder einmal erstaunt wie schnell einem die Menschen hier mit ihrer offenen Art ans Herz wachsen.
 
Wir fahren die Strecke aber nicht wieder zurück, sondern es geht weiter auf der schönen Schotterstrecke bergab durch ein landschaftlich sehr bemerkenswertes Tal, was uns sogar trotz des immer noch fehlenden Sonnenscheins auffällt. Da es sich erfreulicherweise sehr lange hinzieht, können wir diese Schönheit auch in aller Ruhe aufnehmen. Am Ende gelangen wir an einen relativ neu errichten Stausee und die Strecke an seinem Ufer besteht aus einem recht lehmigen Boden. Es muss hier wohl auch in letzter Zeit reichlich geregnet haben, denn es gibt zwei von den LKWs glattgefahrenen Fahrspuren und dazwischen eine teils unangenehm tiefe Rinne wie „Kraut und Rüben“ - ihr ahnt sicher, was jetzt kommt *flötpfeif*
 
Ich bin ganz in Gedanken über die Nomaden und ihr Leben versunken und prompt erwischt es mich mal wieder eiskalt. Natürlich ist mir durch die mangelnde Aufmerksamkeit das Vorder- und dann auch das Hinterrad - frei nach Murphy, selbstverständlich an einer besonders tiefen Stelle - in die Rinne gerutscht und ich werde ordentlich durchgeschüttelt. Mein innerer Schweinehund lamentiert natürlich sofort lautstark, aber das kenn ich ja von ihm und so versuch ich ruhig zu bleiben. Es gelingt mir auch tatsächlich durchzuhalten, bis ich an eine Stelle komme, wo ein Ausstieg aus der Rinne möglich scheint - ich nehme also meinen ganzen Mut zusammen und komm sogar auch mit beiden Rädern aus der blöden Rinne wieder raus. Aber aus irgendeinem Grund rutscht mir dann aber doch noch das Hinterrad weg - wahrscheinlich hat mich der Schweinehund geschubst - und padauz, schon lieg ich da. Reiner der hinter mir fährt, legt sich aus Solidarität gleich dazu - er ist zwar noch zum Stehen gekommen, um mich nicht platt zu machen, aber da waren dann sogar auch für ihn die Beine für die tiefe Rinne zu kurz. Nachdem wir uns wieder aufgerappelt haben - keiner hat sich ernsthaft wehgetan - wird erst mal herzlich gelacht. Danach werden die Moppeds aufgehoben, das Gepäck wieder zurechtgerückt und flugs gestartet - der Tourguide war ja schon ums Ecke verschwunden - aber nix.. niente.. tote Hose.. mein Mopped macht keinen Mucks. Ok.. ganz ruhig bleiben.. Killschalter? Steht richtig - Leerlauf? Ist drin - Zündung? Ist an, aber es leuchtet kein einzigstes Lämpchen.. Wie jetzt??
 
Anscheinend ist die gesamte Elektrik platt und Gottfried fährt los, den Mahmut zurückzuholen, der sich wahrscheinlich grad mal wieder was von wegen „ständig fotografieren müssen“ denkt. Nachdem er sich dann aber erst mal versichert hat, dass wir alle wohlauf sind, will er wissen was nicht funzt, holt sein Werkzeug und geht zielstrebig an die Lösung des Problems. Der Seitendeckel kommt runter und Mahmut fängt an, an den Kabeln zu wackeln. Ich habe die ehrenvolle Aufgabe, die Armaturen, also das grüne Leerlauflämpchen zu beobachten: geht.. geht nicht.. geht.. geht nicht.. Schnell ist klar, dass es sich um einen Wackelkontakt handelt und nachdem die Ursache gefunden ist, wird improvisiert und es kann erst mal weiter gehen. Am Ende des Stausees kommen wir auch wieder auf Asphalt und in der nächsten Stadt finden wir eine Werkstatt, wo das Mopped ruckzuck wieder repariert ist - und zwar absolut obergenial, nämlich Ressourcen sparend und kostengünstig. Da könnten sich unsere Werkstätten, besonders in punkto Nachhaltigkeit mal eine ordentliche Scheibe abschneiden.
 
Mit dieser vorbildlich optimierten Elektrik meines Moppeds geht es weiter durch schöne Kurven in den Bergen und trotz des Zeitverzugs gönnt uns der weltbeste Tourguide unterwegs dann noch ein Nachmittagskäffchen in Truckermanier, direkt an der Strasse. Und in einer mit vielen Oleanderbüschen versehenen Kehre, gibt’s noch einen Stopp für Kurvenkratzerfotos und -videos von Tine und Gottfried, bevor wir mit leichter Verspätung in dem schönen Hotel an unserem Zielort Anamur unsere Zimmer, mit quietschroten Möbeln und Balkon mit Meerblick, beziehen. Nach einer flotten Duschaktion geht’s mit dem Taxi zu einem versteckten Fischlokal an einer Flussmündung ins Meer, wo uns wieder sehr leckere fangfrische Fische erwarten. Wir genießen das hervorragende Essen mit Blick auf die, zu späterer Stunde sogar auch noch beleuchtete Hängebrücke und die Fischerboote, die für den Abendfang aufs Meer auslaufen. Den Heimweg bewältigen wir - gut gelaunt und beschwingt vom türkischen Raki - zu Fuß und im Park kurz vorm Hotel muss dann unter großem Gelächter das geduldige Steinkamel noch zum Hang-off-Training herhalten.
 
Donnerstag, 30.05.2013
 
Ich wollte eigentlich vor dem Frühstück noch im Meer baden gehen, entschließe mich dann aber stattdessen dazu, mich für den letzten Mopped-Tag bei einem Spaziergang am Meer aufs „hier und jetzt“ einzuschwören, denn vor lauter „ich will aber nicht, dass es vorbei ist“ kann ich sonst die Geschenke, die auch dieser Tag sicherlich bereithält, gar nicht richtig wahrnehmen und wertschätzen. Zunächst muss ich dann aber erst einmal herzhaft loslachen, als ich am „Fitnesspark“ vorbei komme, der aussieht wie ein Kinderspielplatz, ich aber beim näheren Hinsehen lauter erwachsene Menschen auf den bunten Geräten entdecke. Schon ist der Abschiedsschmerz vergessen und ich vertiefe mich in die Studien des Wandels menschlicher Verhaltensweise im Zuge ihrer Zivilisierung.
 
An der Mole treffe ich dann den Reiner, der wohl einen ähnlichen Gedanken hatte wie ich und wir sprechen noch ein bisschen über die schönen Tage hier in der Türkei, machen noch ein paar Fotos und beschließen gemeinsam, den letzten Tag auf zwei Rädern noch so richtig zu genießen. Beim Frühstück hat keiner von uns vier dennoch so richtig Lust loszufahren, wissen wir doch, dass wir heute unsere Moppeds ein letztes Mal bepacken. Als könne er unsere Gedanken lesen, lotst uns unser Tourguide gleich noch zum Anemurion, einer antiken Siedlung aus dem 8. Jahrhundert vor Christus. In der Blütezeit der römischen Kaiserzeit wohnten dort schätzungsweise über 20.000 Einwohner. Mahmut geleitet uns vom Parkplatz noch bis zum Odeon, dem Theater und geht dann zurück zu dem Moppeds, um die Ketten nachzuspannen und wir erkunden das Gelände auf eigene Faust. Nachdem ich versucht habe, diese schönen alten Ruinen fotografisch festzuhalten, zieht es mich hinunter zum Meer - ich will mir noch mal eine Auszeit nehmen, um in Ruhe innezuhalten. Irgendwie ist mir alles viel zu schnell gegangen und die vielen Eindrücke der letzten Tage schwirren wild in meinem Kopf herum. In der Sonne am Meer sitzend und in das Rauschen den Wellen vertieft, festigt sich mein Entschluss einen ausführlichen Reisebericht zu schreiben, um all diese schönen Erlebnisse für mich zu reflektieren und zu würdigen.
 
Auf dem Rückweg zu den Moppeds finde ich ein halbverfallenes kleines Häuschen, dass zwar die Römerzeit damals sicherlich noch nicht erlebt hat, aber in Gedanken fange ich schon an, es zu renovieren und als Ferienhäuschen einzurichten. Ob es mir wohl gelingen würde, einmal einen Blick in die Römerzeit zu erhaschen, wenn ich hier nachts bei Vollmond die Augen schließe....
 
Ein Blick zum Parkplatz zeigt mir, dass die anderen schon auf mich warten - schade, wir müssen weiter - an solch einem zauberhaften Ort würde ich gerne noch viel mehr Zeit verbringen. Zurück auf der Küstenstrasse holt uns das moderne Leben dann auch noch viel schneller wieder ein, als uns lieb ist, denn das Verkehrsaufkommen ist deutlich höher als im Landesinneren und die Hektik des Alltags zeigt sich besonders bei den LKWs, die mit einer derartigen Geschwindigkeit um die Kurven flitzen, dass wir es vorziehen lieber hintendran zu bleiben. Eine Rast an einem kleinen schattigen Lokal am Straßenrand bietet da eine willkommene Gelegenheit, die Ritter der Landstrasse ziehen zu lassen. Nach dem türkischen Mocca probieren wir anschließend noch einen leckeren Kräutertee - aus den Kräutern, die direkt neben uns gerade ausgelesen werden. Wir futtern noch die letzten erntefrischen Aprikosen unseres Proviants, während Mahmut uns erzählt, dass wir uns hier in einem großen Bananen-Anbaugebiet befinden. Auf besonderen Wunsch einer einzelnen Teilnehmerin, halten wir auch tatsächlich ein paar Kurven weiter schnell noch mal an einem Straßenstand und der Tourguide spendiert jedem eine erntefrische Banane - eine wahre Gaumenfreude, stellt sie doch jede bei uns zuhause gekaufte, nachgereifte Frucht locker in den Schatten.
 
Wir nähern uns nun unweigerlich Alanya, einer der Touristenhochburgen der Südküste und ich bin dennoch erstaunt über die kilometerlange Allee aus den Hotelburgen auf der einen und den mit Sonnenschirmen übersäten Stränden auf der anderen Seite der Strasse, die wir auf dem Weg zu einem Lokal am Hafen passieren müssen. Im Ortskern von Alanya wird es uns dann bei Stop & Go Verkehr zur Mittagszeit, an jeder Ampel noch ein bisschen mehr, unerträglich heiß. Kurz vor dem Ziel höre ich dann bei einem Ampelstopp plötzlich hinter mir sonderbare Laute unter Tines und Gottfrieds Helmen hervorquellen. Besorgt dreh ich mich um, Tine kann sich kaum noch auf dem Mopped halten und zeigt nur immer wieder an mir vorbei Richtung Ampel. Ich dreh mich also wieder nach vorne und fall auch fast vom Mopped – denn was steht da auf dem braunen Schild in weißer Schrift:
 
Daraufhin übersehe ich, ebenfalls laut glucksend, fast noch die Grünphase und ein wildes Gehupe setzt ein. Unser Tourguide blickt bedenklich zu mir rüber und scheint sich ernste Sorgen um uns zu machen. Tine will beim Essen von Mahmut wissen, was es bedeutet und frei nach der Information des türkischen „Germanistikstudenten“ aus Karaman spricht sie es auch so aus, wie es da geschrieben stand - wir können uns vor Lachen kaum halten, aber Mahmut guckt sie nur mit großen Augen an. Erst das Aufschreiben bringt die Lösung - er spricht es nämlich völlig anders aus und erklärt uns, das Kizilkule, der rote Turm, das Wahrzeichen von Alanya heute als Museum (Müze) dient - dann war das vorhin wohl der Wegweiser dorthin. Wir sitzen auf einer schönen Terrasse mit Blick auf den Hafen und das Essen ist wirklich nicht schlecht, aber doch schon sehr deutlich internationalisiert und im Hafen sind massenweise Piratenschiffe à la Black Pearl unterwegs, die nach dem Anlegen wahre Touristenströme „ausspucken“. Nun, auch so finden wohl manche Menschen Freude und Erholung im Urlaub - mein Traum wäre es definitiv nicht - und zudem ist dieser Tourismus, allerdings auch mit allen Auswirkungen auf die Kultur und die Natur des Landes, eben doch ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für die Türkei.
 
Hinter Alanya beginnt dann unweigerlich der letzte Abschnitt des Heimwegs, die uns schon bekannte Schnellstrasse nach Antalya. Es gibt noch einen letzten Stopp an einer Tankstelle und dann schließt sich der Kreis und wir fahren die Moppeds wieder zu Mahmuts Garage. Ein letzter Check, was uns an den Moppeds aufgefallen, bzw. kaputt gegangen ist und ich ersetze Mahmut den entstandenen Schaden von meinen Umfaller mit einem sehr fair und nachhaltig ermittelten Betrag. Ein letztes Stiefelbier hat es leider nicht gegeben - Mahmut braucht dringend eine Sekretärin, die sich auch um derartige Belange kümmert - und so werden wir von ihm noch im Auto zum Hotel gebracht und erwischen das Abendbüfett gerade noch kurz bevor es abgeräumt wird.
 
Tine und Gottfried wollen danach schon mal packen und Reiner möchte noch einen Spaziergang in den angrenzenden Park gleich hinter dem Hotel machen und ich schließe mich ihm an. Die Türken sind überzeugte „Grillmeister“, grillen ist für sie sozusagen Volkssport und daher gibt es in jedem öffentlichen Park unzählige Grillstellen mit Tischen und Bänken. Eine offensichtlich sehr musikalische Gruppe sitzt dort heute Nacht noch am Feuer und so kommen wir, sozusagen als Abschiedsgeschenk, noch in den Genuss live vorgetragener landestypischer Klänge.
 
Abreisetage Freitag, 31.05.2013 / Samstag, 1.06.2013
 
Nach dem Frühstück am Freitag früh bringen Tine, Gottfried und Reiner ihr Gepäck auf mein Zimmer, denn mein Flieger geht erst am Samstag und wir vertrödeln noch die Zeit bis Mahmut uns abholt. In einem schönen schattigen Lokal in der Altstadt feiern wir, allerdings stimmungsmäßig doch etwas gedämpft, noch den gemeinsamen Abschied und abends am Flughafen heißt es dann „güle güle“ für die drei Versyaner, denn ich darf ja noch einen Tag dableiben.
 
Mahmut bringt mich wieder zum Hotel zurück und holt mich dann um 20 Uhr standesgemäß mit dem Mopped zum Treffen seines Motorradclubs ab, eine Einladung, die ich gerne annehme. Ich bin sehr gespannt auf einen türkischen Motorrad-Club, laut Mahmut gehören die meisten Hobby-Motorradfahrer in der Türkei der gehobenen Mittelschicht an, da große Motorräder dort um einiges teurer sind als bei uns. So sehe ich, zum Beispiel dort auch erstmals eine einheimische 1200er GS in der Türkei. Bemerkenswert ist auch, dass alle Fahrer ausnahmslos mit Schutzkleidung und Helm da sind. Ein Arzt, der neben dem Motorradfahren auch noch hobbymäßig Weinanbau betreibt, hält an dem Abend einen Vortrag über seine zweite Leidenschaft und ich bekomme durch die Power Point Präsentation, auf der improvisiert befestigten Beamer-Leinwand auf der Terrasse des Lokals, doch eine ganze Menge mit, obwohl ich nicht wirklich türkisch spreche. Wenn man so einen ganzen Abend eine Sprache hört, bekommt man doch ein gewisses Sprachgefühl dafür und kann sich in Verbindung mit der Gestik und den Bildern doch zumindest anfänglich so manches zusammenreimen. Es ist ein interessanter Abend und eine kleine Weinprobe gibt es sogar auch noch. Mahmut bringt mich entsprechend spät wieder zum Hotel zurück und bietet mir an, am Samstagmittag auch noch mit mir auf den Markt zu gehen, bevor er mich zum Flughafen bringt. Da ich am nächsten Morgen definitiv keine Lust auf das Frühstück am Pool mit all den Touristen habe, krame ich noch meinen letzten Apfel aus dem Rucksack und hol mir ein Wasser aus der all-inklusive Minibar und schalte den Fernseher ein, in der Absicht mein türkisches Sprachgefühl noch zu verbessern. Ich erwische einen Nachrichtenkanal und bin die nächsten 2 Stunden gefesselt von den Ereignissen in Istanbul - von dem Geschehen um den Gerki Park am Taksim Platz. Für die tieferen Hintergründe reicht mein Sprachgefühl leider noch nicht ganz aus und ich beschließe Mahmut nachher noch zu fragen, der mich, wie vereinbart mittags abholt und mit mir über den farbenfrohen Markt in Antalya schlendern.
 
Nach einem kleinen Maulbeeren-Imbiss und einem letzten leckeren Kaffee geht’s mit gemischten Gefühlen nun auch für mich unweigerlich zum Flughafen. In dieser einen Woche ist Mahmut für mich ein guter Freund geworden, ich habe das Gefühl ihn schon ewig zu kennen und es fällt mir schwer zu gehen, zudem die Zeit auch bei Weitem nicht ausgereicht hat, all die kleinen und großen Wunder am Wegesrand wahrzunehmen und näher zu erkunden – andererseits bin ich froh und sehr dankbar für diese zauberhaften Tage..
 
Tesekkür ederim Mahmut
 
für deinen stets unermüdlichen Einsatz für deine Gäste,
für diese tolle Zeit mit den vielen Einblicken in die Lebensweisen und die Geschichte deines wunderschönen Heimatlandes,
für die Touren auf diesen genialen Moppedstrecken durch zauberhafte Landschaften,
für deine Geduld mit unserer Fotografier-Leidenschaft..
..und dass wir mit dir zusammen so richtig viel zu lachen hatten =))

  
Tine, Gottfried, Reiner und Stephi
 
 

Soziale

Adresse

Cihantur Sitesi B-3 Blok TR:07230 Kemeragzi / ANTALYA / TURKIYE
Gsm : + 90 533 8110829
Tel & Fax : +90 242 3522309
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